WG (Wohngemeinschaft)

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              Bürkler Christof, Zeugnis
              AEHMO_LMR-RML-2-005 · Item · 2016
              Part of Fonds de témoignages d'anciennes et anciens militants

              Bürkler Christof, 25.2.1951,
              Eltern Kleinbauern in Rorschach, Unterhalt der Familie mit «Nebenerwerb», katholisch konservative Familie (1 Bruder, 2 Schwestern).
              Gymnasium mit Matura 1972 im Internat Karl Borromäus in Altdorf. Theologiestudium in Fribourg (abgebrochen). Umzug nach Basel: Ciba-Arbeiter, Bauarbeiter, Lehre als Maurer, einige Jahre Maurer, Studium der Philosophie und Geschichte in Basel und Zürich (nicht abgeschlossen). Umzug von Basel (1986) in die Ostschweiz: Arbeit auf dem Betrieb der Eltern / des Bruders (Schweinehaltung, Schwei- nezucht). Heute Pension mit Ergänzungsleistungen.
              Austritt aus der RML/SAP Ende 1980er Jahre in St.Gallen, in St.Gallen Aktivitäten im Gruppenvor- stand der Unia.

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              Emmenegger Kurt, Zeugnis
              AEHMO_LMR-RML-2-010 · Item · 2016
              Part of Fonds de témoignages d'anciennes et anciens militants

              Emmenegger Kurt, geboren 11.5.1955, Sektion Aargau/Solothurn

              Geboren in Leuggern AG, aufgewachsen in Gippingen AG. Vater wie Mutter wuchsen auf Bauernhöfen auf und wurden proletarisiert. Der Vater machte nach dem 2.Weltkrieg eine Anlehre zum Schichtführer einer chemischen Anlage und arbeitete im gleichen Betrieb über 40 Jahre bis zu seiner Pensionierung. Die Mutter machte eine KV-Ausbildung und führte während des grössten Teils ihres Lebens bis zur Pensionierung die gesamte Administration und den Laden eines Elektro-Fachgeschäftes. Ich wuchs mit 4 Geschwistern (2 älteren Brüdern, einem jüngeren Bruder und einer jüngeren Schwester) auf dem Lande in einer tief-katholischen Gegend auf, damals bis in alle Lebenslagen hinein dominiert von den Katholisch-Konservativen. Die Primarschule besuchte ich in Gippingen, die Bezirksschule in Leuggern und dann die Kantonsschule in der Kleinstadt Baden. Mit dem Übertritt in die Kantonsschule (also 16jährig) zog ich in die Region Baden, wo ich hängen blieb. Seit 33 Jahren lebe ich nun in der Stadt Baden selbst.

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              Federer Matthias, Zeugnis
              AEHMO_LMR-RML-2-011 · Item · 2016
              Part of Fonds de témoignages d'anciennes et anciens militants

              F. M., 15.02.1951, geboren und aufgewachsen in R. (Kanton SG), als dritter von vier Söhnen von J.F., 1916 –1999, Kaufmann, Verwalter landw. Genossenschaft Goldach, und M. -M. F-F., 1917 –1996, Hausfrau, teilzeit berufstätig in der Genossenschaft. (Mein Vater hat alle Familiendokumente und –korrespondenz, Gästebücher, Fotos, Kassabücher etc. aufbewahrt, was vor ihm teilweise auch mein Grossvater väterlicherseits (K.F., 1881-1949) getan hat. Da das Staatsarchiv St. Gallen Interesse an diesem Nachlass zeigte, ist er seit zwei Jahren dort archiviert.)
              Ab 1965 Gymi in St. Gallen, klassisch (mit Griechisch). In der Kantonsschule St. Gallen war ich massgeblich beteiligt an der Auseinandersetzung um eine Schülerzeitung 1969 und an der „Aktion Rotes Herz“ 1970. Mitglied der Gruppe „basis“ und Mitarbeit am „Roten Gallus“. Teilnahme an „Antiintegrationskursen“ (Theo Pinkus, Bertold Rothschild). Unterlagen dazu ebenfalls im Staatsarchiv St. Gallen (http://scope.staatsarchiv.sg.ch/detail.aspx?ID=388544 und http://scope.staatsarchiv.sg.ch/detail.aspx?ID=637026
              Wohnsitz und Studium ab 1971 in Zürich (Klinische Psychologie,Psychopathologie und Pädagogik), Teilzeitarbeit (2 Nächte/Woche) als „Umlader“ auf der Sihlpost Zürich, schon vorher auf der Post St. Gallen. Mitglied der bresche-Hochschulgruppe und RML in Zürich. Abschluss des Studiums mit Lizentiat 1977. 1977 bis 1979 Jugendhausleiter Adliswil (50%-Job).
              Ab 1981 Schulpsychologe (bis 2001 in Dietikon) meist in Teilzeit (60 bis 75%) bis 2003, unterbrochen von einem Forschungsjahr in Dresden (1996/97). Heute Dr. phil. Psychotherapeut für Kinder, Jugendliche, Paare und Erwachsene in eigener Praxis Zürich. Ab 2010 verheiratet, ab gleichem Jahr Vater eines Buben, übernehme mindestens 50% der Betreuung, „gemeinsam erziehend“.

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              G.R., Zeugnis
              AEHMO_LMR-RML-2-013 · Item · 2016
              Part of Fonds de témoignages d'anciennes et anciens militants

              R.G., 2.5.1956.
              Soziale Herkunft: städtisches (Bildungs-) Bürgertum (Familienunternehmertum) Familiäre Herkunft: Kinder- und Jugendzeit bei den Grosseltern in einem liberalen jüdischen Haushalt mit Hausangestellten in einem oft grossfamiliären Umfeld. Eltern früh geschieden. Vater aus Ungarn bzw. Israel eingewandert. Mutter nach Schottland weggezogen.
              Stadt/Region während der RML-Zeit: Bern.
              Bildungsweg: Kaufm. Grundausbildung, eidg. Matura, lic. phil. II.
              Status zur Zeit des Beitritts zur RML: verheiratet, 1 Kind.
              Beruflicher Werdegang: Programmierer; SW-Ingenieur, wissenschaftlicher Mitarbeiter SBB, Methodiker; Unternehmensarchitekt und Datenarchitekt.

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              Graf Hans-Peter, Zeugnis
              AEHMO_LMR-RML-2-018 · Item · 2016
              Part of Fonds de témoignages d'anciennes et anciens militants

              Graf Hans-­‐Peter, 26. Mai 1952, Geburts-­‐ und Wohnort Stadt Zürich;
              mein Vater war Rangierarbeiter bei den SBB, die Mutter Verkäuferin im Detailhandel (viele Jahre bei der Migros, später Schuhhaus Walder); während der gesamten RML-­‐Zeit wohnte und arbeitete ich in der Stadt Zürich; mein Bildungsweg war «normal» – 6 Jahre Primar-­‐und 3 Jahre Sekundarschule, danach 4-­‐jährige Lehre als Schriftsetzer (Bleisatz, heutige Bezeichnung «Polygraf»).
              Zur Zeit des Beitritts zur RML war ich ledig (ohne Kinder); ab Dezember 1974 bis April 1977 erwerbslos. Während meinem weiteren beruflichen Werdegang machte ich zwei berufsbegleitende Weiterbildungen der grafischen Branche mitEidgenössischem Fähigkeitsausweis (EFA). Ich arbeitete immer in der Medienbranche (Druckereien, Gestalter auf Zeitungs-­ und Zeitschriftenredaktionen).
              Vom 1. Mai 2001 bis 30. Juni 2014 war ich als Regional-­‐ bzw. Zentralsekretär bei den Gewerkschaften comedia und syndicom angestellt.
              Ich wohne seit August 2005 in Bern in einer Partnerschaft.
              Das Leben als Rentner geniesse ich seit dem 1. Juli 2014.

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              Haenggli Christine, Zeugnis
              AEHMO_LMR-RML-2-020 · Item · 2016
              Part of Fonds de témoignages d'anciennes et anciens militants

              Haenggli Christine, 16.4.1953, aufgewachsen und besuchte Grundschulen in Brugg AG.
              Mein Vater war Architekt HTL und kam aus einfachen Verhältnissen einer Arbeiterfamilie in Wettingen AG.
              Er war ein liberaler Mensch, der sich von seiner sehr katholischen Mutter abgrenzte und dank seinem Talent vom Arbeitgeber und der Stadt Baden gefördert wurde. Meine Mutter ist im Baselbiet aufgewachsen, ebenfalls aus einfacher Familie, unter der fehlenden Berufsausbildung hat sie ihr Leben lang gelitten. Sie arbeitete bis zu ihrer Verheiratung als Servierfrau bei einer Verwandten und wurde dort gemäss ihren jeweils detaillierten Erzählungen sehr ausgenutzt.
              Leider hat sie diese prägende Erfahrung nicht nutzen können, um die Bildung/Ausbildung ihrer Kinder zu fördern. Bildung war für sie Konkurrenz und von Angst geprägt, sich von ihren Kindern zu entfernen. Für meinen Vater war Bildung wichtig. Er starb nach längerem Krebsleiden kurz vor meinem 20. Geburtstag, ein Jahr vor meinem Abschluss im Lehrerinnenseminar Wettingen AG. Meine beiden Geschwister (1948 w und 1950 m) hatten zu diesem Zeitpunkt beide das Lehrerseminar absolviert.

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              R.A., Zeugnis
              AEHMO_LMR-RML-2-038 · Item · 2016
              Part of Fonds de témoignages d'anciennes et anciens militants

              R.A., 1951
              soziale Herkunft, familiäre Herkunft:
              Vater: stammt aus Unterschichtsfamilie; technische Berufslehre, später Technikum
              Mutter: stammt aus Bergbauernfamilie; kaufmännische Lehre
              Aufstieg der Familie in die Mittelschicht ab den 1960er-Jahren
              Stadt/Region; Bildungsweg:
              Aufgewachsen in der Region Zürich
              Gymnasium in katholischem Internat bis 1971; dann Studium an der Universität Zürich
              Status zur Zeit des Beitritts zur RML:
              Student, ledig, in Wohngemeinschaft lebend
              Beruflicher Werdegang und heutige Situation:
              Nach Abschluss Studium (1978):

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              Scheu Andreas, Zeugnis
              AEHMO_LMR-RML-2-045 · Item · 2016
              Part of Fonds de témoignages d'anciennes et anciens militants

              Scheu Andreas, geboren 1955, Sektion Zürich, später Sektion Winterthur
              Aus dem Gymnasium geflogen, dann Sekundarschule und Berufslehre als Chemielaborant, später, 1981, mit KME (Kantonale Maturitätsschule für Erwachsene) Erwachsenenmatur gemacht, nicht studiert.
              Heute Gewerkschaftssekretär, Unia.
              Aus Passgründen 1991 spanische Liebe geheiratet. 1995 Tochter geboren (Doppelbürgerin). Trennung 1999.
              Heute wieder Single. Kindererziehung und Betreuung 50:50 geteilt.
              Vater (CH) Arzt, Mutter (D) ausgebildete Lehrerin und Geschäftsfrau im elterlichen Werkzeugmaschinenhandel in Frankfurt, nach der Heirat Hausfrau und Mutter.
              Ich komme aus einer traditionell linksintellektuellen Familie, wusste das aber mit 16 noch nicht genau.
              Der Urgrossvater (Heinrich Scheu) hat die Österreichische SP mitgegründet und kannte Marx und v.a. Engels persönlich.
              Grossvater: linker Arzt, Kollege und Freund von Fritz Bruppacher.
              Grossmutter: Ärztin, linke Jüdin aus Russland (Bundistin). Sie war Delegierte im Kiewer Sowjet 1905, später im Umfeld der SP-­‐Linken und der KPS.
              Wir wurden fortschrittlich, gegen Krieg und für (soziale) Gerechtigkeit erzogen ohne die politische Familiengeschichte zu kennen. Mein Vate hatte im Kalten Krieg Angst (Konrad Farner war ein Freund der Familie) und taufte mich darum sogar, obwohl wir nie in die Kirche gingen.

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              Giudici Bortolo, Zeugnis
              AEHMO_LMR-RML-2-017 · Item · 2016
              Part of Fonds de témoignages d'anciennes et anciens militants

              Giudici Bortolo, geboren 1948, Sektion Aargau
              Ich heisse Bortolo Giudici, geboren am 22.11.1948. Ich entstamme einer typischen Beamtenfamilie aus durchschnittlichem Mittelstand und bin in der Region Aarau aufgewachsen. Zu meiner RML-Zeit war ich ebenfalls in der Region Aarau, zeitweise dann auch in der Region Baden wohnhaft. Ich war schon bei meinem Beitritt zur RML verheiratet und hatte ein Kind, kurz darauf zwei Kinder.
              Ich habe nach einer Hochbauzeichnerlehre die Fachklasse für Innenarchitektur an der Schule für Gestaltung in Basel absolviert.
              Darauf habe ich oft in einer Art Selbstständigkeit oder als freier Mitarbeiter mein Einkommen verdient, gleichzeitig aber auch immer einen Teil des Haushalts übernommen, da meine Frau sehr früh ebenfalls arbeitete.
              Erst als die Kinder grösser waren, habe ich mich beruflich neu orientiert und in einer Immobilienfirma die Abteilung für Architektur aufgebaut, wo ich fast 30 Jahre tätig war. Heute ruhe ich mich auf meinen Lorbeeren aus, d.h. ich bin pensioniert.

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